Freitag, 12. Juni 2015

Fast am Ende des Schuljahres

... habe ich während der wirklich sehr (!) anstrengenden letzten beiden Wochen
  • unzählige Hände geschüttelt, Umarmungen bekommen und Tränen verdrückt
  • mich wirklich sehr über die Anerkennung der Eltern gefreut! Der Muttersprachunterricht geht notwenigerweise nur sehr eng Hand in Hand mit dem Elternhaus und eine erfolgreiche, erfreuliche Zusammenarbeit in Augenhöhe ist umso schöner. Wenn man das auch noch mal gesagt bekommt, vielleicht mit Schokolade oder Blumen, wird es ganz warm im Lehrerherz :-)
  • habe ich die Pralinen als Nervennahrung schon fast wieder aufgegessen
  • habe ich morgens um 8 schon mit begeisterten Sechstklässlern süddeutsche Volkstänze getanzt
  • habe ich 60 Ameisenkuchenmuffins und 3 Kuchen gebacken
  • habe ich 15 mal "Wo ist die Kokosnuss" und andere Evergreens gesungen
  •  war ich mehrmals Gastgeberin - mit Freude, aber jetzt bin ich auch froh, dass es ruhiger wird.
  • empfand ich die vielen, vielen Abschiede natürlich als traurig und wehmütig, aber auch anstrengend: Für jeden und vor allem für jedes Kind die richtigen Worte finden, zuhören, lächeln, zuversichtlich sein, die Eindrücke ins Herz aufnehmen und dort bewahren - und das alles innerhalb von 12 Tagen. Puh!
  • hatte ich mehrere Tage sehr viel Kopfschmerzen
  • habe ich aber nun meinen Abschluss gefunden und freue mich auf die Abrundung des Schuljahres mit Aufräumen und Kollegentreffs nächste Woche, bevor ich dann mit klopfendem Herzen nach Vorne schaue
 

Mittwoch, 10. Juni 2015

genäht: Leinenservietten

Ebenfalls für das besagte Abschiedsessen mit den Kollegen wollte ich mit Stoffservietten und nicht mit grellbedruckter Einmalware aufdecken. Ich suchte ein bisschen im Internet und wurde bei Purl Soho - einer echt unendlichen Fundgrube - fündig: Relativ einfach sollten die Servietten nur zugeschnitten, einmal mit einem engen Stich umnäht und dann ausgefranst werden. Das perfekte Projekt für stressige Schulschlusswochen!
Aber ganz so schnell ging das Fädenausziehen doch nicht, denn ich konnte den Leinenstoff beim besten Willen nicht fadengerade zuschneiden. Die Mehrarbeit hat sich aber gelohnt, die Servietten wurden wunderschön und überstehen auch das Waschen ganz problemlos!
Das Abendessen war übrigens sehr gelungen, wunderschön gesellig, kollegial, humorvoll und voll Wärme. Ich werde diese Kontakte und diese Gruppe sehr vermissen!

Montag, 8. Juni 2015

gestempelt: Einladungskarten

Nicht nur der erste, nein auch der letzte Eindruck ist nicht ganz unwichtig ;-) und so wollte ich meine deutschsprachigen Kollegen mit Stil und einer Portion von Barbaras "Altmodischkeit"* zu einem Abschiedsessen bei uns zu Hause einladen. Inspiriert von der Natur, mit Moosgummi und Radiergummi entstanden folgende Karten und Tischkarten:
 *Dieses Wort gibt es laut Duden leider nicht...

Sonntag, 7. Juni 2015

Sonntagsfreude: Vorsommer

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind :)
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Maria, die hier weitergeführt wird


Noch immer haben wir an keinem einzigen Tag die 20°C-Marke geknackt, aber wir tun jetzt einfach so, als wäre Vorsommer. Voller Freude packte ich am gestrigen Feiertag den Fahrradkorb mit Blumen für die Gastgeberin, Erdbeeren (natürlich noch nicht aus Schweden) und mit den dicken Fleecejacken. Wir grillten mit unseren Freunden, der Familie meiner besten deutschen Freundin in Schweden, aßen auch tapfer im Freien, bevor uns der starke, kühle Wind in Haus trieb. Dort gab es leckeres selbstgemachtes Eis, Beerenlikör und herrliche Gespräche bevor wir durch die super helle Vorsommernacht nach Hause radelten.
Meine Sonntagsfreude, diese Freunde zu haben, in der Muttersprache zu sprechen und zu lachen, gemeinsam essen und Vorsommer simulieren :-)


Montag, 1. Juni 2015

Mein Sommersalat

Das hier ist mein Lieblingssommersalat, da er fruchtig, frisch und auf leichte Weise sattmachend zugleich ist:
Man braucht eine halbe Ananas, rote Zwiebel, gekochte Kidneybohnen, Paprika (grüne wäre noch besser, da nicht so süß), Weißweinessig und Olivenöl.
Die Zwiebel schneide ich und lege sie für ca 15 Minuten in kaltes Wasser, was ihnen die Schärfe nimmt. Alles andere hacken und vermischen. Mit Essig und Öl übergießen - fertig :-)
Ich mag diesen Salat so gerne, weil ich ihn wirklich nur mit Bio-Zutaten herstellen kann, die Ananas sind auch fair trade. Hier ist es ja alles andere als einfach, regional und saisonal zu essen. Wenn man kein ausgefuchster Privatgärtner ist, gibt es in den Geschäften frühestens ab Ende Juni schwedische Gemüse zu einem annehmbaren Preis (und die Preise für Gemüse sind ohnehin doppelt so hoch als in Deutschland, das hat wenig damit zu tun, ob man sich bio, saisonal, regional leisten kann und will).
Bei Sabrina gibt es übrigens einen interessanten Beitrag zu Bio-Ernährung mit einer Studie aus Schweden :-)

Sonntag, 31. Mai 2015

Sonntagsfreude: Die Welt durch die Linse betrachtet

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 
Sonntagsfreude sind :)
Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Maria, die hier weitergeführt wird

Das Fotografieren ist das gemeinsame Hobby meines Mannes und mir. Wir haben beide eine digitale Spiegelreflexkamera, wobei ich das ältere, vom Mann ausgemusterte Modell, benutze, was ich nur sinnvoll finde! Dazu haben wir zu beiden Kameras passende Objektive, um es die es aber leider schon mal Streit Diskussionen gibt - wer darf wann welches benutzen?!
Zum Geburtstag bekam ich nun ein Objektiv, mein erstes 'eigenes', für Makrofotografie. Dieses Objektiv macht mir eine riesen Freude, vor allem Blumen-, Essens- und Handarbeitsbilder werden noch besser :-)
Die schönen Naturfotos begeistern mich sehr und ich überlege bereits, welche ich ausdrucken und rahmen möchte, um im neuen Haus mich dauerhaft daran erfreuen zu können.
Eine Freude ist es auch für mich, dass wir eben dieses Hobby teilen, voneinander lernen können, einander inspirieren. Und an welchem Tag hat man besser Zeit dafür als an einem Sonntag?

Samstag, 30. Mai 2015

Diese Woche

Mittsommerkleid und Abschiedsbriefe für die Schüle
  • war die vorletzte ganze Schulwoche. Leider ist das Wetter noch "vorsommerlich", das Sommerferiengefühl lässt noch auf sich warten. 
  • habe ich eine Menge Abschiede vorbereitet, die in den nächsten beiden Wochen anstehen: Briefe für die Schüler, Einladungen zu Abschiedsessen, Abschiedsgeschenke...
  • geht es mir mit dem Thema Abschied nicht so richtig gut. Unterbewusst macht sich einiges bemerkbar, v.a. in psychosomatischen Wehwehchen.
  • habe ich zudem die ersten Absagen auf Bewerbungen an Schulen in Göteborg bekommen. Dieses Ohnmachtsgefühl, als Einwanderin überqualifiziert und doch nicht gut genug zu sein, kommt wieder hoch. Also schreibe ich weiterhin Bewerbungen, wohl wissend, dass bald die in Schweden heiligen Sommerferien anstehen und dann erstmal wieder nichts mehr passiert. Geduld, Geduld...
  • ging es in konkrete Verhandlungen bzgl. des Kredits/der Kredite für das Haus. Obwohl Schweden eines der meist verschuldeten Länder ist (privatökonomisch gesehen, nur mehr japanische Haushalte sind so hoch verschuldet) und wir total absurde Angebote bekamen, konnten wir doch ein eher solides "deutsches" ;-) Modell aufstellen. Da wäre es aber trotzdem gut, wenn ich auch ein Einkommen hätte
  • machte ich mir auch konkrete Gedanken über mein Mittsommerkleid - auch kein unwichtiges Thema! :-) Der Stoff ist gekauft und vorgewaschen, der Schnitt ausgesucht: Dieses Jahr wird es bunt und retro...

von oben links: Panierter Fenchel mit Joghurtsoße, Adressänderungskarten, Restesushi mit Sommersalaten, Stempel
  • hatten wir am Montag keinen Feiertag und auch keine Ferien. Da kommt es leider manchmal zu Missverständnissen mit den Lieben in Deutschland, warum wer wann nicht erreichbar ist oder schon 
  • gab es viel zu oft Pasta, Pesto oder eine Soße aus dem Gefrierfach. Mich nervt das, wenn es nur einseitiges Essen gibt, aber manchmal ist das eben so. Dafür gab es am Montag leckeren panierten Bio-Fenchel und gestern am Freitag gab es 'falsches' Sushi mit Lachsresten und Sommersalaten. Das Rezept für meinen Lieblingssommersalat verrate ich euch nächste Woche :-)
  • kamen über 70 Adressänderungskarten an, die ich mit dem Bild des Hauses vorne drauf bestellt hatte. Nun müssen die noch irgendwann verschickt werden...

  • ... ist auch noch nicht vorbei: Heute will ich noch einige Sachen abarbeiten, die ich euch hoffentlich nächste Woche zeigen kann! Hier ist heute der Stockholm Marathon und viel Regen ist angekündigt, perfekt um sich mal wieder am Nähtisch zu verkriechen...
Habt ein schönes Wochenende!