Sonntag, 9. Juli 2017

Symester 2 - Zwei kurze Hosen

Das erste Symester-Projekt waren zwei kurze Hosen für mein Patenkind in Dresden. Per Post waren sie schnell vor Ort und werden bei diesem Wetter sicher schon fleißig getragen.
Der Schnitt ist etwas abgewandelt aus einer alten Ottobre (ich weiß hier leider nicht aus welcher... Ich zu Hause dann nochmal nachschauen und die Nummer nachreichen, falls gewünscht), ohne Tunnelzug, dafür mit Bündchen und untergestepptem Gummizug.

Samstag, 8. Juli 2017

Symester 1 - Ferien an der Nähmaschine

In Schweden heißen die Ferien semester, z.B. im Satz "Wir fahren in die Ferien.". Nähen heißt auf Schwedisch sy (sprich "sü"). Was macht man, wenn man mit der Nähmaschine in die Ferien fährt? Natürlich symester 😊!
Nähen im Garten!
Mehr symester gibt es hier (evtl. mit Google übersetzen) und hier ;-)

Freitag, 7. Juli 2017

Letzte Ernte vor der Abreise

Jede/r, der/die einen Garten hat, weiß, dass einem das Wegfahren gerade im Sommer nicht leicht fällt. Nun wusste ich aber, dass ich, wie jeden Sommer, in die Heimat fahren werde und habe versucht, den Garten und mich darauf vorzubereiten. Zudem haben dieses Jahr erstmals einen Gießdienst und ich bin gespannt, was mich dann erwartet.
Vor der Abreise wurden gerade noch die ersten Zuckerschoten reif und ich konnte ein paar Hände voll ernten.
In Butter angedünstet, auf das selbst gebackene Sonnenblumenbrot und Ziegenkäse darüber reiben.
So schmecken die Sommerferien!

Ich weiß, ich weiß, nichts im Vergleich zur überreichen Vegetation hier im Süden (sprich Bayern...). Aber für Ende Juni in Schweden war das kein schlechter Anfang ;-)

Donnerstag, 6. Juli 2017

Abwarten und Tee trinken...

... mit frischen Teekräutern und einer neuen Tasse. Dann stellt sich das Feriengefühl irgendwann von selbst ein!

Dienstag, 27. Juni 2017

Die Ferien feiern

Heute vor einer Woche hatte ich meinen letzten Schultag. Er scheint unendlich weit weg zu sein, auch wenn ich über das eine oder andere noch nachdenke und schon wieder plane. Diesmal freue ich mich schon richtig auf das neue Schuljahr, aber trotzdem sind die Ferien mehr als notwendig, zum Auftanken und als Zäsur.
Dabei ist mir die erste Ferienwoche gar nicht leicht gefallen. Ich fühlte mich rastlos und gestresst, hatte keine Ruhe mal etwas länger an einer Sache dran zu bleiben. Im Haus und Garten war wahnsinnig viel zu tun, gleichzeitig fühlte ich nur Leere.
Jetzt sind wir am Zielort für die erste Ferienhälfte angekommen und langsam komme auch ich an. Mit dem Kopf und mit der Seele. Der Körper ziert sich noch etwas und signaliert deutlich, dass Erholung und Entschleunigung angesagt sind.
Hier, in meiner Heimat, scheint die warme, warme Sonne. Wir genießen die Wärme und das Licht, das überreiche Grün und den blauweißen Himmel. Auch die lauen, dunklen Nächte sind - im Vergleich zu den nordischen hellen und kühlen - wunderbar. Langsam komme ich in den Ferien an und ich genieße sie mehr und mehr - und feiere sie :-)
Die Torte habe ich für ein Mädchen in Göteborg gebacken, das erfolgreich sein erstes Schuljahr abgeschlossen hat. Die kleine Schwester war nicht minder begeistert und wollte vor allem den Schmetterling ;-)

Freitag, 16. Juni 2017

Plötzlich Sommerferien!

Die letzten Wochen seit den Strohwitwentagen vergingen wie im Flug: Wir haben unseren fünften Hochzeitstag gefeiert (mit einem 3-Gänge-Menü zu Hause, inklusive den letzten eigenen Äpfeln!), Göteborger Verwandtschaft (der Cousin meines Mannes mit Frau und zwei Mädchen) beim Umzug innerhalb der Stadt geholfen, Übernachtungsgäste gehabt, ich hatte mir eine fiese Bronchitis eingefangen, Abschlussausflug mit zwei vierten Klassen in den Wald, Aufräumen des Klassenzimmers, Proben für die Abschlussfeier und...
... plötzlich war der Abend vor dem letzten Schultag gekommen. Ich nähte im Akkord noch 25 Stoffbeutel, die ich mit einem einfachen Gitter versah und...
... mit Dekosteinen befüllte. So kann man eine kleine Beschäftigung für die Ferien immer in der Hosentasche dabei haben.
Weit nach Mitternacht war alles vorbereitet und gepackt, einige Stunden Schlaf, dann fuhr mich mein Mann (ausnahmsweise mit dem Auto) zur Schule. Ich dekorierte das Klassenzimmer, die Kinder kamen, wir feierten noch einen Geburtstag, lösten Sommermatheaufgaben, die Eltern kamen, jedes Kind bekam eine Rose, einen Brief und ein Säckchen, wir Pädagogen bekamen einen schönen "Fresskorb" in Anspielung auf die vielen "Fresskörbe", die die Eltern für unsere zig Ausflüge im Mai und Juni packen mussten,...
... Wir sangen ein Sommerlied und die Nationalhymne auf dem Schulhof, die Sechstklässler, die die Schule nun verlassen, zogen mit der Fahne aus, wir Lehrer räumten auf, ich stieg in die überfüllte Straßenbahn, fuhr heim, stellte meine Taschen und Körbe im Flur ab, legte mich aufs Sofa, schlief bis der Mann kam, und dann trat ich hinaus auf die Terasse.
Ich atmete tief durch, nahm die Holunderblüten wahr, schauten den Wolken zu. Plötzlich waren die Sommerferien da.
Wir Lehrer arbeiten noch bis Mitte nächster Woche mit Nach- und Vorbereitung, aber es ist schon ein ganz anderes Tempo. Heute habe ich mir zudem frei genommen und ich mache nur das Notwendigste und wozu ich Lust habe.
Noch fühlt es sich leer und komisch an, aber ich werde mich schon daran gewöhnen, dass nun plötzlich Sommerferien sind! :-)

Montag, 5. Juni 2017

Diese Strohwitwentage

Zur Zeit ist mein Mann mal wieder auf Dienstreise und wir haben ein langes Wochenende, da morgen der schwedische Nationalfeiertag ist. Da dachte ich mir, ich würde endlich mal wieder Zeit zum Bloggen haben, denn zum Zeigen gäbe es genug.
Nun ist es zwar tatsächlich so, dass ich weniger Zeit mit Kochen usw. verbringe, aber ich kann meine Strohwitwentage ganz gut anderweitig ausfüllen. Bei schönem Wetter bin ich rund um die Uhr im Garten (wenn ich nicht in der Schule bin...) und bei Regen widme ich mich kleinen Kreativprojekten, die ich schon lange mal machen wollte.
Ich habe Rhabarber-Bananen-Marmelade gekocht, die sehr lecker geworden ist. Dieses Jahr werden wir Mittsommer nicht bei den Schwiegereltern feiern (= kein Mittsommerkleid dieses Jahr), aber wir werden schon das Wochenende davor hinfahren. Wenn ich da noch Rhabarber von der Schwiegermutter bekomme, werde ich noch eine Portion kochen, als "Danke-für-das-Schuljahr-Geschenke" für den Hausmeister, die Rektorinnen usw.
Wenn man Selbstgemachtes verschenkt, ist mir auch die Aufmachung immer ganz wichtig. Es muss nicht teuer oder mit zig Rüschen sein, aber meiner Liebe zum Handgemachten Ausdruck verleihen. Also habe ich mal wieder Radiergummi-Stempel geschnitzt.
Von hier habe ich die Anleitung für einen einfachen Mehlleim ...
... und nachdem dieser abgekühlt war, ging's ans Aufkleben.
Es hat super funktioniert und ab jetzt gibt es hier nur noch solche schönen Etiketten geben, die sich außerdem wieder ganz leicht ablösen lassen. Und schwups, war schon wieder ein regnerischer Stohwitwenvormittag vorbei...
p.s.: Da dieses Jahr die Sommerferien ein bisschen anders sein werden, mache ich keine Blogpause diesen Sommer, sondern werde euch die langen, warmen Tage mit extra vielen Beiträgen versüßen. Die Pause mache ich ja notgedrungen jetzt schon ;-) Habt es fein!