Donnerstag, 2. November 2017

Auf farbenfrohen Sohlen durch den nebelgrauen November

Als ich die Socken für mein Patenkind fertig hatte, dachte ich, dass ich doch noch Socken für Erwachsene nachreichen sollte, damit ich wirklich Socken fürs Handarbeitsbingo gestrickt habe. Größe 27 sind nämlich nur halbe Socken, oder?!
Außerdem war es mal wieder höchste Zeit für ein egoistisches Stickprojekt und so habe ich Socken für mich angeschlagen.
Mit zwei Restknäueln Frische Fische von Schoppel und einem "Sockenrezept" für Broken Seed Stich Socks (die Anleitung gibt es auch auf Deutsch) habe ich mich ans Werk gemacht.
Die immer wieder neuen Kombinationen und die Struktur haben mich süchtig werden lassen und so wurde das Paar (immerhin in Größe 38) jetzt in Rekordzeit fertig. Und ich kann ein weiteres Kreuz ankreuzen: Etwas für sich selbst machen





 

Mittwoch, 1. November 2017

Keine Lust mehr auf Kürbissuppe?!

Aber immer noch Kürbis im Haus?! - Dann macht doch einfach Lasagne draus ... :-)
Das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden und zusammen mit Zwiebel, Knoblauch, Chili, Tomaten und getrockneten Tomaten in einer Pfanne anschwitzen, mit Brühe angießen und etwas köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Thymian und getrocknetem Salbei würzen.
Dazu eine Bechamelsoße kochen, gerne kräftig mit Muskat würzen. Ich habe außerdem selbst den Nudelteig gemacht, mit ganz viel Kurkuma, so dass die schöne Kürbisfarbe noch mehr betont wird.
Schicht für Schicht alles in eine gebutterte Auflaufform geben. Ich fand im Kühlschrank noch ein Stück Feta, den habe ich auch noch in eine Schicht gebröselt - sehr lecker!
Ganz oben Käse drüber und etwa eine halbe Stunde bei 200°C in den Ofen.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Ein erster Gruß...

... von Väterchen Frost
Klares Wetter und nördliche Winde haben dazu beigetragen, dass es hier nun ganz ordentlich frisch ist. 
Habt einen schönen Feiertag heute in Deutschland!

Montag, 30. Oktober 2017

Samenkörner - Zeichen der Hoffnung

Jedes Mal, wenn ich meinen Vorrat an Saatgut durchgehe, werde ich irgendwie andächtig. So kleine Körner können so große Pflanzen werden, die uns Freude, Schönheit und Nahrung schenken. Ein Samenkorn, im Herbst gesammelt, zeigt mir auch an, dass wieder ein neues Frühjahr, eine neue Vegetationsperiode kommen wird. Die Bedeutung von Saatgut hat auch ihre Schattenseiten und Firmen nutzen dies für kriminelle Geschäfte. Die Saatgutdiskussionen der letzten Jahre haben mich darin bestätigt, nur noch bei bestimmten Stellen, z.B. Dreschflegel, meine Samen zu beziehen.
Dieses Jahr habe ich aber viele eigene Samen gesammelt, die bis jetzt in verschiedenen Bechern, Schächtelchen und Deckeln lose zum Trocknen auflagen. Aber das ist ja auf Dauer keine Lösung. In einem schwedischen Papierbuch fand ich da die Anleitung zum Falten von Samentüten.
So ein Tütchen hatte man unter den Fußbodenbrettern im Haus von Carl von Linné in Uppsala gefunden und auch Zeugnisse aus dem Botanische Garten in Uppsala bestätigen, dass diese Art von Samentütchen schon (mindestens) seit dem 18. Jahrhundert verwendet wurden.
Die pfiffige Faltung kommt zudem ganz ohne Kleber aus und ist trotzdem absolut dicht, auch bei sehr kleinen Körnern. So was mag ich :-)
Ein Samentütchen mit besonderen Samen wandert auf jeden Fall auch ins Päckchen für die Bingogewinnerin.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Im Zeichen des Kürbis

Fühlt ihr euch heute auch irgendwie aus der Zeit gefallen?! Mir jedenfalls geht es so, auch weil ich mich nach einer extrem anstrengenden, letzten Woche vor den Ferien nun plötzlich im Leerlauf befinde. Gestern wusste ich gar nichts mit mir anzufangen, war unleidlich und unausgeglichen. Dank einer extra langen Nacht fühlte ich mich heute morgen doch deutlich besser und so schwangen wir uns nach dem Frühstück auf die Fahrräder. Puh, war das eisig und windig, aber sonnig!
Unser Ziel war der Botanische Garten, wo diese Woche eine "Kürbisparade" stattfindet. Wir hatten einen ziemlich guten Zeitpunkt gewählt, denn am Sonntagvormittag war noch nicht so viel los.
Gezeigt wurden nicht nur alle möglichen Kürbissorten, sondern auch Besonderheiten wie Bäume, an denen Kürbisse wachsen ;-)
Die ganze Ausstellung war unheimlich liebevoll arrangiert und dekoriert worden. Kleine Infotafeln informierten über die Kulturgeschichte, die Eigenheiten der Kürbispflanze und Rezepttipps.
Mein Herz hüpfte gleich ein bisschen höher, als ich entdeckte, dass es sogar eine Kürbissorte nach Jack O'Lantern benannt gibt. Ich habe mich in den letzten Tagen etwas intensiver mit dem irischen Taugenichts beschäftigt, da die Sage über seine Taten dem Brauch mit den Kürbislichtern zu Grunde liegt. Ich musste nämlich feststellen, dass meine Schüler zwar nach Herzenslust Halloween feiern, aber so gar nichts über den Hintergrund wissen. Und sinnentleerte Feste sind ja so gar nicht meins...
Da in Schweden die Herbstferien auch "Leseferien" heißen (Dank an den Bildungsminister...) müssen meine Schüler jetzt die Sage über Jack O'Lantern in den Ferien nachlesen. Hihi... :-)
Ich habe den Ausflug mit meinem Mann sehr genossen. Auch die Sonne tat gut, denn die wenigen Sonnenstunden sind schon wieder sehr selten und daher sehr wertvoll! Jetzt freue ich mich auf den "Ausblick" Herbstferien in der kommenden Woche, zum Auftanken und kreativ sein.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Erinnerungen

Jetzt sind die Herbsttage gekommen, an denen Stürme über der Nordsee den Wind und den Regen aufs Festland peitschen, an denen man das Haus nicht verlassen mag, an denen man Erinnerungen an helleren und freundlicheren Tagen nachhängt.

Gerade heute musste ich oft an einen Ausflug mit einen Eltern denken. Sie waren hier Ende September zu Besuch und wir haben einen schönen Spaziergang auf einer Insel gemacht. In unseren Rucksäcken hatten meine Mama und ich jeweils einen Stricksocken und wir haben die Rast genutzt, um ein paar Reihen weiter zu stricken. Wie gerne wäre ich öfter kreativ mit ihr!
Leider sind die Besuche oft sehr ausgefüllt, es gibt immer auch anderes zu tun. Und auch wenn wir es nur sehr, sehr selten schaffen, gemeinsam kreativ zu sein, so habe ich doch bei jeder Masche und bei jeder Reihe das Gefühl, dass sie mir ganz nahe ist. Denn der Mensch, der uns das Stricken beigebracht hat, ist uns oft ganz nahe. Ich glaube, jede(r) erinnert sich an diejenigen, die mit uns die ersten Maschen gestrickt haben, geduldig, die schiefen Teile zu einem Teddy zusammengenäht haben und so eine besondere Verbindung hergestellt haben. Masche um Masche entsteht aus einem Faden etwas, Masche um Masche verbindet Handarbeit, schafft etwas Wärmendes, Liebe, Verbindungen, Indentität, ja vielleicht auch ein Stück Heimat in der Fremde.
Wer hat euch das Stricken gelernt? Wie waren die ersten Strickerfahrungen? Habt ihr vielleicht jemandem das Stricken gelernt?
Gemeinsam mit meiner Mama in der Natur kreativ sein, das ist eine Erinnerung, die mir heute Kraft gibt, und ich kann ein Kreuzchen im Herbsthandarbeitsbingo machen... 💚

Dienstag, 17. Oktober 2017

Aufgetaucht...

Ihr Lieben!
Mein Computer ist kaputt gegangen und wird es auch bleiben. Nun habe ich mir heute den Arbeitspc meines Mannes gekrallt, um euch wenigstens einen kurzen Gruss hierzulassen. Ich vermisse Euch und das Bloggen!
Hoffentlich habe ich zum Wochenende hin wieder einen eigenen Computer zur Verfügung, zu erzählen hätte ich genug!
Auf bald!
Was machen meine Mama und ich hier?!