Mittwoch, 12. September 2018

Noch ein Brombeerkuchen

Ja, macht sie denn gar nichts anderes mehr als backen?! werden sich einige von Euch fragen...
Doch, ich mache auch noch Apfelmus, Apfelsaft und getrocknete Apfelringe im großen Stil, wenn ich die Kraft dazu habe, und natürlich noch ein bisschen Haushalt und Garten...
Die letzte(n) Woche(n) waren sehr hart und nach einigen Arztbesuchen bin ich jetzt nur noch Teilzeit an der Schule. Ich versuche nun fleißig, mich zu erholen (viiiel Schlaf!) und die Gespenster der Vergangenheit mit konstruktiven Aktivitäten in Schach zu halten. Backen ist da so eine (gell, Karin...) 😉
Da uns der Garten immer noch mit Brombeeren beschenkt, habe ich weiter nach Brombeerkuchen gesucht und wurde auf einer schwedischen Seite fündig. Kladdkaka ist eigentlich ein klebrig-zäher und sehr süßer Schokokuchen, aber hier nimmt die Frische und Säure der Beeren die schwere Süße des Kuchens weg.
Wie immer, in letzter Zeit, habe ich den weißen Zucker mit braunem Rohrzucker ersetzt und Weizenmehl durch Dinkelmehl.
Oben drauf kommt nochmal gehackte, weiße Schoki. Laut Originalrezept sollten es 50 Gramm sein, ich habe mich auf 25 Gramm beschränkt, was völlig ausreichend war.
Der Kuchen schmeckt hervorragend in der Herbstsonne, funktioniert aber auch als Nervennahrung am Wahlabend.
Und ich verspreche, jetzt kommt hier auch bald was zum Handarbeitsbingo 😃

Sonntag, 2. September 2018

Apfelliebe: Brombeer-Apfelkuchen mit Zimtstreuseln

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Rezept für Brombeerkuchen, denn wir haben dieses Jahr wirklich eine feine Ernte. Dann kam aber bei den Suchergebnissen im Internet ein Brombeer-Apfelkuchen mit Zimtstreuseln daher (einfach in die Suchmaschine eingeben, dann findet ihr das Rezept 😉), der so lecker klang, dass er ausprobiert werden musste.
Meine Anpassungen: 130g Rohrzucker statt 140g weissem Zucker und selbstgemahlenes Dinkelmehl
Ich habe nur die halbe Menge der Streusel gemacht, das hat gut gereicht.

***
Herzlichen Dank für alle enthusiastischen Kommentare beim Handarbeitsbingo. Ich freue mich 😊

Freitag, 31. August 2018

Das HerbstHandarbeitsBingo 2018

Viel schneller als man denkt, schickt uns der Herbst erste Anzeichen: Reife Beeren, bunte Blätter, Pilze und Nebelmorgen. Dann ist es auch wieder an der Zeit, sich über das HerbstHandarbeitsbingo Gedanken zu machen! 🍁 Hier kommt das diesjährige Bingofeld:
So bekommt man das Bingo-Feld:
Mit der Maus auf das Handarbeitsbingo-Bild gehen und rechts klicken - Grafik kopieren wählen; ein Word-Dokument öffen und Strg und V gleichzeitig drücken und die Grafik einfügen. Ausdrucken und Loslegen!
ODER
Wenn man sich bezüglich der Prozedur oben unsicher fühlt, einfach eine Mail an mich schicken und ich schicke ein pdf-Dokument fertig zum Ausdrucken.

Die Regeln:
1. Der Zeitraum ist vom 1. September bis zum 24. November 2018. Am 24. November 2018 um Mitternacht sollten alle Beiträge eingeschickt sein.
2. Mitmachen mit Blog: Am 24. November 2018 ein Foto des Bingofelds mit den entsprechenden Kreuzen und Fotos von den Projekten in einem Blogpost veröffentlichen. Dazu diesen Eintrag verlinken und wiederum in meinem Eintrag an diesem Tag in einem Kommentar zum eigenen Blog verlinken.
Gerne dürfen die Projekte auch im Laufe des Handarbeitsbingo-Zeitraums schon gezeigt werden, je nachdem, wann ihr fertig werdet. 
3. Mitmachen ohne Blog: Bitte macht auch unbedingt mit, wenn ihr keinen Blog habt. Dann am 24. November 2018 einfach eine Mail mit einem Foto des Bingofelds mit den entsprechenden Kreuzen und Fotos von den Projekten an mich schicken. Die Fotos bitte unbedingt verkleinern und mit dem Mailen der Projektfotos stimmt ihr zu, dass ich sie hier am Blog zeige (wenn gewünscht auch anonym oder nur mit Vornamen).
4. Jede volle Fünferreihe (waagrecht, senkrecht und diagonal) gibt euch ein Los im Lostopf für mein Überraschungspäckchen. Drei vollständige Reihen = drei Lose usw. Das Maximum sind allerdings fünf Lose.
5. Es ist erlaubt, bei einem Projekt mehrere Kreuze zu setzen. Beispielsweise könnte man einen braunen Rock mit Reißverschluss nähen. Dann kann man "einen Reißverschluss einnähen", "etwas Braunes handarbeiten" und "einen Rock nähen" ankreuzen.
6. Die Verben "machen" und "handarbeiten" sollen die Möglichkeit geben, die Technik frei zu wählen, also häkeln, stricken, nähen, sticken u.ä.
7. Wer sich von mir Kommentare oder Feedback auf dem eigenen Blog erwartet, muss leider enttäuscht werden. Meine Tage sind bis obenhin vollgepackt und so werde ich ausschließlich auf meinem Blog hier im Allgemeinen die Werke kommentieren. Das soll aber nicht heißen, dass ich nicht die anderen Blogs bzw. die TeilnehmerInnen verfolge. Ich bitte um euer Verständnis!
Ich wünsche Euch von Herzen viel Freude, Kreativität und Musestunden sowie einen schönen Herbst! 
Hinterlasst hier unter dem Eintrag gerne einen Kommentar, wenn ihr teilnehmen wollt. Man kann aber auch später noch "quer einsteigen", nur ist der Zeitraum halt dann begrenzter.

Sonntag, 26. August 2018

Aus dem Garten in die Küche: Rohrnudeln

Dieses Wochenende standen nicht die Äpfel im Zentrum, sondern unsere Frühzwetschgen, die dringend verarbeitet werden mussten. Neben Einfrieren, Trocknen und zwei Sorten Marmelade buk ich auch meine Lieblingsrohrnudeln, die für mich den Spätsommer einläuten.
Ich habe einen mittelfesten Hefeteig gemacht (mit etwas Butter, Zucker und einem Ei) und die Zwetschgen entsteint.
Statt der Kerne habe ich ein Stück Honigmarzipan eingeklemmt und die Hälften wieder zusammen gesetzt.
Jede Frucht habe ich in ein Stück Teig eingeschlagen. Mit dem Verschluss nach unten habe ich die Nudeln in eine gebutterte Reine gesetzt und dann im Ofen bei 180°C eine gute halbe Stunde gebacken.
Die fertigen Rohrnudeln unbedingt in der Spätsommersonne draußen genießen, am Besten noch warm mit Vanillesoße.

Samstag, 25. August 2018

Apfelliebe: Sommerschnitt

Jetzt ist es an der Zeit, die großen, alten Apfelbäume zu beschneiden, die uns überreich mit Früchten beschenkt haben. "Jetzt?!" werden sich viele fragen. "Soll man Apfelbäume nicht während des Spätwinters beschneiden?!"
Im Allgemeinen ist es so, dass der Spätwinter wohl die ohnehin ruhigere Zeit im ländlichen Jahreslauf ist und da hat man Zeit, sich der Beschneidungsarbeit zu widmen. Im Spätwinter kann man auch Bäume beschneiden, wenn man mehr Wachstum erzielen will (was aber auch in vielen Wassertrieben ausarten kann). Die ambitionierte Apfelbaumbesitzerin will aber luftige Kronen und viel Fruchtholz und setzt deshalb auf den Sommerschnitt, der während der Monate Juli-September (kurz: JAS) durchgeführt werden kann.
Während der mittleren beiden Augustwochen war nun der Sommerschnitt Thema im Gartenkurs. Ich wählte mir für meine Aufgabe zwei Bäume aus, die beide Sommeräpfel trugen und somit abgeerntet waren/wurden. Mit den späteren Apfelsorten warte ich noch etwas, denn man kann ja noch bis Ende September beschneiden und da können Ernte und Schnitt Hand in Hand gehen.
Einer der Apfelbäume steht bei den Nachbarn im Garten und die waren so nett, mich blutige Anfängerin an den Baum ranzulassen. Andererseits, der Baum ist so verwachsen, da kann ich auch nicht mehr viel kaputtmachen ;-)
Oben seht ihr einen Ausschnitt der Krone. Ins Auge fallen sofort das Gestrüpp an dichten Wassertrieben, die sich über mehrere Generationen entwickelt haben. Außerdem wachsen Triebe aus dem Stamm.
Die Äste und Zweige wachsen in- und umeinander, was zu Abreibungen und Krankheitsherden führen kann. Je luftiger eine Krone, desto weniger können sich Schädlinge und Pilze halten. Allerdings darf man dem Baum auch nicht zu viele Äste auf einmal entfernen, denn dann treibt er wieder Wassertriebe, die viel Blattmasse für die Photosynthese produzieren sollen.
Ich begann also als erstes mit dem Entfernen der Zweige am Stamm. Dabei ist es wichtig, nicht zu nah am Stamm zu schneiden, sondern dem Baum ein paar mm zu lassen, so dass die Schnittstellen vernarben und verwachsen können.
Als nächstes entfernte ich abgestorbenes Material, was immer ein Eingang für Pilze sein kann und was man ja vermeiden möchte. Hier sieht man, dass ich außerhalb des "Kragens" schneide, der ein bisschen wie ein Schildkrötenhals aussieht und die Säge erst da ansetze, wo die Rinde glatt ist. Ich verwende viel eine Baumsäge "japanischer Art", also eine Japansäge, die aufgrund ihrer Zahnung ohne viel Kraftaufwand schneidet und saubere Schnitte macht. Saubere Schnitte sind das A und O, dann hat der Baum die besten Voraussetzungen die Schnitte selber zu heilen. Wundverschluss oder ähnliche Pasten sollte man meiden, die Natur braucht keine solchen Hilfmittel.
Meine Säge kann ich außerdem zusammenklappen und gut in der Arbeitshose verstauen, was aus Arbeitssicherheitsgründen ein Vorteil ist. Außerdem verwende ich noch eine Baumschere, aber nur bei den dünnsten Zweigen, denn man sollte nicht zu viel quetschen.
Man sollte außerdem versuchen, Sägen oder Scheren an Stangen/Teleskopstangen zu vermeiden, da man da nie genau sieht, wo und wie man den Schnitt ansetzt. Besser ist es in eine gute Leiter zu investieren. Bei alten Hochstamm geht das natürlich nicht immer, aber man sollte einfach versuchen, so viel wie möglich in "Augenhöhe" zu beschneiden.
Vorher
Hier ist so eine verzwackte Stelle, wo man mehrere Schnitte setzen muss und in etwas komischen Winkeln um ein gutes Ergebnis zu erziehlen.
Nachher
Mir haben die beiden Wochen extrem viel Spaß gemacht und ich habe vieles über Bäume im Allgemeinen, unsere Apfelbäume im Besonderen und auch über mich selbst gelernt. Das, was mein Papa und Opa machen/gemacht haben, ist keine Zauberei, sondern erfordert einfach etwas Übung und einen guten Blick. Deshalb bin ich auch immer wieder vom Baum ein Stück weg gegangen und habe einen Blick aus der Entfernung drauf geworfen und mir vorgestellt, wie der Baum in ein paar Jahren aussehen soll, wo die Leitäste liegen, wie das Grundgerüst der Krone aufgebaut werden soll. Dabei war es sogar hilfreich im belaubten Zustand zu beschneiden, denn man sieht den Baum mehr als Ganzes und nicht nur das Gerüst.
Hier zusammengefasst meine Tipps bzw. was ich im Kurs und durch meine Praxisversuche gelernt habe:

  • Man muss sich einfach nur trauen. Bäume beschneiden ist mit dem richtigen Werkzeug körperlich nicht schwer und keine Geheimwissenschaft, die nur von älteren Herren beherrscht wird
  • Ist der Baum arg verwachsen, ist es am Besten einen 3- oder 5-Jahresplan zu erstellen. Ich habe beispielsweise diese Saison nur die unteren Wassertriebe und Verwachsungen entfernt, aber weder die Höhe eingekürzt noch die oberen Wassertriebe entfernt. Das mache ich in den kommenden Sommern.
  • Maximal 30% der Blattmasse/Zweige/Baumkrone entfernen. Ich habe versucht mich eher Richtung 20% zu orientieren, da die Bäume durch den trockenen, heißen Sommer ohnehin leicht gestresst sind.
  • Alle Triebe am Stamm entfernen
  • Alles Abgestorbene entfernen
  • Alles, was sich überkreuzt, aneinander reibt oder ineinander wächst, entfernen
  • Dann kann man noch zu dicht stehende Äste/Zweige/Wassertriebe entfernen
  • Bevor man den nächsten Baum in Angriff nimmt, Säge und Baumschere desinfizieren, so dass man keine Krankheiten zwischen den Bäumen verbreitet (z.B. Krebs)

Sonntag, 19. August 2018

Schulanfang

Oh, diese Woche hatte es in sich... Ich musste wieder mit der Arbeit beginnen und dieses Jahr hatte ich irgendwie das Gefühl, dass ich keine echten Ferien gehabt hatte, da es mir viele Wochen nicht so gut ging.
Wie dem auch sei, pünktlich zum Arbeitsbeginn kam auch der Spätsommer mit ordentlich Regen und vielen bewölkten Tagen sowie gemäßigten Temperaturen. An der Schule hatten wir Planungs- und Konferenztage und es war chaotisch wie immer. Also wer noch immer das schwedische Schulsystem lobt, der hat wahrlich keine Ahnung: Systematische Überbelastung der Lehrkräfte (weil Lehrermangel; in 5 Jahren werden 17000 (!) Lehrer fehlen), Inklusion bis zum geht-nicht-mehr (auf Kosten aller Kinder) und große Klassen sowie fehlende Finanzen. Freitagnacht konnte ich mehrere Stunden nicht schlafen, weil mir über die kommende Schul- und Klassensituation den Kopf zerbrach.
Jetzt ist aber Sonntag und ich freue mich nun doch schon ein bisschen auf meine Schüler. Dieses Schuljahr werden es 26 sein, weiterhin 3 davon als Inklusionsschüler und 4 mit erhöhtem Förderbedarf. Wir werden es uns so schön wie möglich machen, um die Arbeitszeitprobleme soll sich der Lehrerverband kümmern und für mich ist es ja nur noch bis zu den Weihnachtsferien. Morgen werden wir Origami falten, uns kennen lernen (7 neue SchülerInnen) und dann am Nachmittag werde ich versuchen, unseren Alltag langsam wieder auf Arbeitsalltag einzustellen.
Für mich als Apfellieben-Erinnerung, an ein Leben außerhalb der Schule am Nachmittag im Garten, habe ich die Klassendienstkarten als Äpfel gewählt 🍎