Mittwoch, 6. März 2013

Landskapsrätt: Korngrynssallad från Medelpad

Ich bin immer auf der Suche nach guten Alternativen für ein Mittagessen aus der Brotdose. Dabei wurde ich auch im Landschaftsgerichte-Kochbuch fündig und habe kurzerhand ein Landschaftsgericht aus dem Medelpad nachgekocht. Seehr lecker! Und total transport- und mittagspausentauglich...
Es handelt sich hierbei um einen Graupensalat. Die Graupen werden mit Safran und Gemüsebrühe gekocht und in einer Pfanne dünstet man Gemüse an. Im Originalrezept wäre auch noch Hähnchen dabei gewesen, das habe ich aber weggelassen. Auch die Krebsschwänze habe ich ersetzt, denn schwedische gibt es grad eh nicht und chinesische kommen mir nicht ins Landschaftsgericht. Außerdem ist mir wichtig, dass die Meeresprodukte das MSC-Siegel aufweisen. Also gab es Krabben als Ersatz.
 Die Landschaft Medelpad macht den geografischen Mittelpunkt von Schweden aus und genießt weltweite Berühmtheit als einmaliges Biotop für die seltene Art des Skvaders, eine Art Wolpertinger.
Die Fakten
Landschaft: Medelpad
Größe: 7058 km²
Einwohner (2009): 122 715
Höchster Punkt: 577 m über NN (Myckelmyrberget)
Größte Stadt: Sundsvall
Landschaftstier: Schneehase (Lepus timidus)
Landschaftsblume/-pflanze: Fichte
Landschaftgericht: Tjälknöl (gefrorener Elchbraten, 
der langsam im Ofen zubereitet wird)
Schließlich werden Graupen, Gemüse und Krabben vermischt und mit etwas Joghurt oder - war grad im Kühlschrank - Sauerrahm und Petersilie getoppt. Extrem lecker!!!
p.s. Meine Kollegen haben übrigens ganz schön geschaut, als ich die Dose öffnete und sich darin ein 'Gourmetgericht' mit Rahmklecks und Grün befand :) Habe das Gericht schon vor dem Gebäude in der Sonne verzehrt, da schmeckte es gleich noch mal so gut. Das war aber eine Ausnahme, ansonsten ist es hier weiterhin eisig und windig trotz Sonne...

Dienstag, 5. März 2013

TisdagsTutorial: Augenbinden für Kinder

Sicher werden sich einige gefragt haben, ob es hier und heute am Dienstag ein TisdagsTutorial geben wird und wie ihr seht - tata - hier ist es. Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich für Eure zahlreichen Rückmeldungen und konstruktiven Vorschläge. Ich denke, es wird den Blog erstmal weiterhin geben und auch weiterhin die TisdagsTutorials (denn ich habe immer Ideen im Kopf...), aber vielleicht nicht mehr jeden Dienstag, sondern 14-tägig oder so. Das wird sich einspielen...

Heute jedenfalls gibt es hier das 20. TisdagsTutorial. Ich war ja am Samstag auf einem Kindergeburtstag und habe mir im Vorfeld dafür Augenbinden genäht, denn ich mag dieses Gewurstel mit Halstüchern zum Augenverbinden überhaupt nicht. Kinder, glaube ich, haben das auch nicht so gerne.
Als ich noch vor 9 (!) Jahren umweltpädagogisch gearbeitet habe (Huhu Sigi, hallo Karin! :) ), hatten wir solche aus weißer Baumwolle auf der Arbeit. Ich fand aber, dass die immer schmuddelig aussahen, weil immer etwas schmutzig natürlich. Jetzt liegen meine eigenen irgendwo bei meinen Eltern und da bot sich der perfekte Anlass, selber welche zu kreieren - in bunten Baumwollstoffresten.
Man braucht dafür also zuerst eine Schablone.
 Dafür habe ich ein Rechteck von 18x8 cm aus Papier ausgeschnitten, es zur Hälfte gefaltet, eine Aussparung für die Nase (im Stoffbruch) und Rundungen an den Ecken eingezeichnet. Mit einer Schere ausschneiden, evtl. auf Karton aufkleben und fertig ist die Schablone.
Außerdem braucht man (gut waschbare...) Baumwollstoffreste, gut 50 cm Schrägband pro Augenbinde oder einen Schrägbandmacher, passende Nähseide, Hosengummi (25 cm pro Augenbinde) und Nähzubehör.
Für eine Augenbinde mit der Schablone zweimal die Form zuschneiden und zusammen stecken. Einmal rundherum versäubern/zackeln, so dass die Stoffteile zusammenhalten.
Dann das ganze noch mit einem Schrägband einfassen. Schließlich auf der Rück-/Innenseite mit kleinen Stichen rechts und links ein etwa 25 cm langes Gummiband gut befestigen.
Die Augenbinden sind nicht nur beim Kindergeburtstag praktisch, sondern retten auch jeden Sonntagsspaziergang. Man kann sich z.B. gegenseitig blind zu einem Baum führen und ihn abtasten lassen. Auf dem Weg/dem Ausgangspunkt zurück wird die Augenbinde abgenommen und der Baum muss anhand der ertasteten Merkmale wieder gefunden werden.

Montag, 4. März 2013

Unser tägliches Brot: Frühstückssemmeln

Die Brotkultur in Schweden ist ja eher mau... Manchmal wäre es aber trotzdem schön, frische Semmeln zum Frühstück zu haben. Das war bisher aber nur möglich, wenn ich schon um 6 Uhr aufgestanden bin und welche gebacken habe oder wenn wir auch von mir gebackene, eingefrorene Semmeln aufgebacken haben.
Vor ein paar Tagen fiel mir ein Rezept in die Hände, bei dem man den Hefeteig mit nur 8 Gramm Hefe auf 550 Gramm Mehl ansetzt und über Nacht bei Zimmertemperatur gehen lässt. Dieser Prozess dauert ziemlich genau 8 Stunden, so lange wie ich schlafe :)

Am Morgen muss man dann nur noch - gut gelaunt - aufstehen und den Teig in Stücke schneiden und falten (auch das Kneten usw. entfällt).
Dann nur noch ab in den vorgeheizten Ofen und statt bisher 2 Stunden habe ich nun innerhalb von 30 Minuten frischeste Frühstückssemmeln auf dem Tisch. Der Teig besteht zu 2/3 aus Dinkelmehl und die 'Tupfen' sind gehackte Haselnüsse und getrocknete, gehackte Aprikosen.


Sonntag, 3. März 2013

Sonntagsfreude: Kinderlogik

Gestern war ich bei meiner Schwägerin und habe ihr beim Kindergeburtstag für die mittlere Tochter geholfen. 15 siebenjährige Mädchen, da war einiges los. Meine 'Aufgabe' war, die Mädchen mit Spielen zu bespaßen, was mir eine riesige Freude gemacht hat.

Freude macht es mir auch immer noch, an diesen Dialog zurückzudenken :)
Ein Rätsel: Was lebt im Wasser, hat aber auch einen Pelz/ein Fell? Es hat große runde Augen und ist niedlich. Es schwimmt auch in einem Bassin im Skansen...
Antwort eines Mädchens: Ein Hai!

Die Sonntagsfreude ist eine Idee von Frau Kreativberg. Auf der neuen Liste gibt es noch mehr Sonntagsfreuden.

Samstag, 2. März 2013

Mehr Kinderkissen...

Und zum Abschluss meiner Kissenserie (hier und hier) möchte ich noch drei Kissen zeigen, die ich in der Größe von Sofakissen für drei süße Kinder im Alter von ein bis drei Jahren genäht habe. Ich weiß, dass sich alle drei sehr gefreut haben und die Kissen schon in die Betten eingezogen sind, bzw. überall mit hingenommen werden. Und das wiederum freut mich :)

Freitag, 1. März 2013

Motto des Monats März: Dem Licht entgegen

Ich habe mich ja schon einmal an der Initiative von Martina beteiligt, den Monaten ein Motto zu geben (Motto des Monats Februar). Für den März habe ich mir wieder ein Motto gewählt, nämlich - dem Licht entgegen.
Als ich gestern von der Uni im Sonnenlicht nach Hause gegangen bin, ist mir der Spruch wieder eingefallen, den jemand in mein Poesiealbum geschrieben hatte: Wende dein Gesicht der Sonne zu und die Schatten fallen hinter dich.
Ein schöner Gedanke und ein Impuls für den März - ich will mich der Sonne, den hellen Augenblicken zuwenden, dann fallen die anderen Augenblicke gar nicht mehr so ins Gewicht...
Als Christin will ich diesen Monat ganz bewusst gestalten - auf Ostern hin, dem Licht des Auferstandenen entgegen. In der Fastenzeit aber mich nicht auf den Verzicht bzw. das Aufhören von etwas beschränken, sondern Anfangen, mit hoffentlich bald guten Gewohnheiten...
Dem Licht entgegen, auch ganz real. Längere Tage ganz bewusst genießen. Seit drei Tagen haben wir die magische Grenze von 10 Stunden Tageslicht überschritten!

Danke, liebe Martina, für deine Initiative und hier könnt ihr, liebe LeserInnen, Martinas Motto für den Monat März finden.
Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen März!

Dienstag, 26. Februar 2013

Das Krümelmonster...

... hatte mal wieder alle lebensnotwendigen Kekse für ein Intensivstudium aufgegessen und in der Verpackung waren nur noch ein paar Krümel bzw. Brösel übrig...
Aber, wie toll ist das denn, auf der Seite der Verpackung stehen nicht die Inhaltsstoffe, sondern das Rezept, zum Nachbacken!
Also habe ich fix alle nötigen Zutaten gehackt und zu einem Teig verrührt.
Und weil es zwar viele Zutaten sind, aber immer nur kleine Mengen, konnte ich ausgezeichnet Reste verwerten.
Und ab in den Ofen, da soll noch mal jemand sagen, in einem Gasofen kann man keine Kekse backen.
Es wurden sogar viel mehr als jemals in der Packung waren - die Weiterbildung ist vorerst gesichert :)
p.s. Vielen, vielen Dank für alle euren lieben Kommentare! Sie freuen mich von Herzen und ich werde sie mir noch mal in Ruhe durch lesen und die Zeit wird zeigen, wie es weiter geht. Alles Liebe, Barbara