Sonntag, 2. Februar 2014

Sonntagsfreude: Hausmittel

Es ist schön, wenn manche Sachen einfach immer im Haus sind, wenn sie einfach zuzubereiten sind und wenn sie einfach ein bisschen wirken - körperlich und seelisch.
Ich habe mich heute über Salbeitee gefreut, meine Entzündungen im und um den Mund wollen einfach nicht abklingen - und sagen mir ganz deutlich: So gehts ja wohl nicht weiter. Mit warmen Salbeitee im Mund gurgeln, sich hinterher gereinigt und frisch fühlen, das tut gut*. Dass ich immer Salbeitee in meiner Hausmitteldose habe, das habe ich meiner Mama zu verdanken, die immer für Nachschub sorgt. Denn eine Kräuterapotheke, das gehört im aufgeklärten Schweden zur Kategorie 'Hokuspokus' ;)
Mehr Sonntagsfreudensammler gibt es auch in diesem Jahr wieder auf dem Kreativberg.

* Keine Sorge, wenn es ernsthafter wird, werde ich schon einen Arzt aufsuchen. Aber im Moment habe ich das Gefühl, dass der auch nicht so viel machen könnte - außer an meiner Stelle den Mathekurs besuchen, das würde vielleicht helfen...

Samstag, 1. Februar 2014

Grau in Grau

Ich brauche dringend mehr schultaugliche Hosen! Nun hat nämlich auch meine zweite (von drei) Jeans ihre besten Zeiten hinter sich gebracht. Mein Versuch, kurzfristig eine Hose/Jeans von der Stange zu erstehen, ist mehr oder weniger gescheitert. Völlig gefrustet kam ich schließlich mit einer türkisen Cordhose aus dem Schlussverkauf des Schlussverkaufs von Gudrun Sjödén nach Hause. Diese Hose ist super und bequem, aber von der Farbe her nicht unbedingt ein 'Basic-Stück'. Ich bewundere ja meine Kolleginen, die topgestylt in die Schule kommen - mit Bleistiftrock und Stöckelschuhen. Aber bei mir geht das irgendwie nicht. Ich muss mich bewegen, im Schneidersitz auf dem Boden sitzen und einen Märchen-Rapp vorführen können. Nichts sollte zwicken oder einengen. Aber natürlich darf es nicht nach Couch-Outfit aussehen - abgesehen von den kritischen Sechstklässlern können ja auch spontan Eltern vorbei kommen und da will man doch ein bisschen passend gekleidet sein. Der langen Rede kurzer Sinn: So oberflächlich es sein mag, aber es ist mir wirklich nicht egal, wie ich vor meiner Klasse stehe. Wenn ich mich wohlfühle und nicht an der Kleidung 'rumzupfen' muss, erhöht sich auch die Qualität meines Unterrichts ;)
Frau Weh, bei der ich furchtbar gern lese, hat sogar unter Berücksichtigung der 10 Merkmale guten Unterrichts über die Bedeutung des pädagogischen Outfits geschrieben!

Nun, wenn sich das Wunsch-Beinkleid nicht käuflich erwerben lässt, dann nimmt stiehlt man sich die Zeit und näht es selbst. So ist es heute geschehen. Ich hatte schönen, vorgewaschenen Wollstoff vorrätig zu Hause und konnte schon vor dem Frühstück zuschneiden. Den Schnitt habe ich selber von einer anderen Lieblingshose abgenommen, die ich mal vor Jahren bei Maas gekauft hatte. Ich mag diese weite, lockere Hosenform, da sie nicht nur bequem ist, sondern, wie ich finde, auch meine kräftigen muskulösen* Beine vorteilhaft umhüllt. Das Nähen ging auch recht flott und ohne Probleme von sich. Als einzige Änderung habe ich die Beine unten abgerundet, so dass die Form mehr die einer Pumphose ist, was ich im Winter praktischer finde (und im Winter werde ich ja diese Wollhosen voraussichtlich tragen...).
*daran scheitert auch meistens der Kauf
Auf dem unteren Bild sieht man die Farbe des Stoffes eher besser. Heute hat auch der Schnee als 'Reflektor' nichts geholfen, es war einfach zu grau (wie passend...). Die Hose hat - wie das Original - zwei aufgesetzte Taschen bekommen.
Die Strickjacke habe ich schon vor mindestens 3 Jahren nach einem Dropsmuster (aber welchem?!) mit dicker Finkhofwolle gestickt.
Ich freue mich sehr über diese Hose und bin erleichtert, dass das Nähen schnell und schmerzfrei ging. Nun habe ich den Schnitt und kann mir noch mindestens eine Wollhose nähen. Für die Übergangszeit will ich mich aber auch noch an einen anderen Hosenschnitt (mehr Jeans-mäßig) wagen, aber da brauch ich mehr Ruhe und Gelassenheit.

Hej då, januari - Välkommen, februari!

Alle Sonnenbilder, die ich im Januar hier gezeigt habe, sind an einem einzigen Tag entstanden. Genau so viele Sonnentage hatten wir nämlich hier: einen und ein paar Sonnenminutchen, wenn sie sich doch mal durch die dicke Wolkendecke schieben konnte. Nein, ich werde diesen grauen Januar nicht vermissen!

Lieber Januar, du warst zwar ein ziemlich bescheidener Monat, aber du hattest auch deine Lichtblicke. Ich bin ein bisschen wehmütig, dass die Zeit so schnell verging - ich hätte nämlich noch viele Ideen und Vorhaben gehabt. Das neue Schuljahr und das neue Semester haben mich ziemlich durcheinander geworfen und vor neue Herausforderungen gestellt. Von daher ist es aber wohl gut, dass die Zeit vergeht, dass sich neue Routinen entwickeln können, das neue Jahr Fahrt aufnehmen kann. Machs gut, Januar, wir sehen uns wieder 2015 - hoffentlich mit mehr Sonne und Schnee!
 Lieber Februar, du bist mir herzlich willkommen. Nicht nur, weil eine Woche Sportferien es möglich machen werden, dass ich mich nur auf die Uni konzentriere, sondern auch, weil die Tage länger werden. Allerdings würden wir mehr vom zunehmenden Tageslicht merken, wenn es nicht immer so grau wäre. Du bist doch ein bunter, fröhlicher, herzlicher Monat - zeig uns doch bitte ein bisschen davon! Wenn du dann vorbei bist, habe ich mehr als die Hälfte des Mathekurses geschafft. Hoffentlich gelingt es mir auch, dass ich mehr Kleidung für mich nähe. Das wäre nämlich dringend nötig! Vor allem der Rock, ein richtiges Herausforderungsprojekt, - es wäre gut und wichtig, wenn ich zumindest damit anfangen könnte. In der Schule werden wir uns mit Schiller (in der Oberstufe), mit Märchen und Nacherzählung (Mittelstufe) und mit all den schwierigen Lauten/Buchstabenkombinationen wie ei/eu/au oder sch/ch/st/sp (Unterstufe) beschäftigen. Ein Praktikum steht auch an - Mathe in der vierten Klasse. 
Für mich wünsche ich mir mehr Gelassenheit, dass ich nicht gleich so dünnhäutig bin. Wenn ich nicht so gestresst bin, dann flutscht auch alles besser.
Februar, ich bin gespannt. Und ich freue mich auf dich, auch wenn du heute ein noch schlechteres Wetter als der Januar zum Einstand gewählt hast.
 

Im Januar gelesen

Laut einer Untersuchung des schwedischen Lehrerverbandes schaffen es Lehrer, während der ersten Berufsjahre, gerade mal noch drei bis vier Bücher ohne Bezug zu Schule und Beruf zu lesen. Dieses Ergebnis hat zu meinem Vorsatz geführt, dass ich jeden Monat ein Buch nur für mich lesen möchte. Meinen gesamten Bücherstapel werde ich am Ende jeden Monats fotografieren und hier vorstellen.
Im Januar habe ich gelesen:
  • mit meinen Deutschschülern: "Schneeflocke" von Bernadette; eines meiner Lieblingsbilderbücher. Für einige meiner Schüler waren jedoch zu viel unbekannte Wörter dabei und sie fanden das Buch dann langweilig. Die, die es verstanden haben, waren begeistert von der Geschichte.
  • für die Uni: "Tal och Tanke", das übersetzt so viel wie 'Zahlen und Gedanken' heißen würde. Ein Mathedidaktikbuch mit wunderschönen Illustrationen, das sogar mich ein bisschen für Mathe begeistern kann.
  • für mich (1): "Stenåker och ängsmark" - eine Doktorarbeit aus dem Jahr 1992 über das späte Werk von Tove Jansson. Tove Jansson ist ja vor allem wegen der Mumins bekannt geworden, hat aber als Künstlerin und Autorin noch viel mehr Facetten. Habe ein bisschen quergelesen.
  • für mich (2): "Ich bin ein Geschichtenerzähler", eine Art Biographie über den großartigen Otfried Preußler. Ich lese es Kapitel für Kapitel, mit Bedacht und Genuss, manche Texte auch zwei Mal. Er schreibt so viel Kluges, über das Kindsein, die Notwendigkeit der Fantasie, Schule, Lehrer und das Leben. 
  • für mich (3): "Radetzkymarsch" von Joseph Roth. Es ist kein einfacher Roman, ich habe ein paar Anläufe gebraucht, aber dann war ich in dieser faszinierenden Geschichte gefangen und habe das Buch schließlich 'in einem Rutsch' durchgelesen. Empfehlenswert!

Donnerstag, 30. Januar 2014

JanuarLichtblick 8: Essen für die Seele

Ein echter Lichtblick im Januar war gutes Abendessen, das es leider viel zu selten - dafür umso öfter Grütze oder TK-Pizza - gab. Besondere Höhepunkte und Gaumengenüsse waren Rezepte aus dem Seelenfutter-Kochbuch, das ich von einer ganz lieben Freundin als besonderes Weihnachtsgeschenk bekam. Obwohl auch 'bodenständige' Gerichte wie Käsespätzle darin präsentiert werden, hatte ich nun im tristen Januar das Verlangen nach ein bisschen Exotik und 'Sonne'. Also kam auf den Tisch, was sonst eher selten den Weg in unsere Küche findet:
Ein Winter-Curry mit Zitronengras und Chili, Kokosmilch und Erdnüssen sowie Ingwer für Wärme im Inneren.
Das schon verleidete Winterwurzelgemüse aus dem Ofen wurde dank einer Paprika-Mango-Curry-Soße wieder schmackhaft.

Das ist nun auch der letzte Beitrag der Lichtblick-Reihe. Ich bin froh, dass ich sie eingeführt habe und nun im Rückblick sehen kann, dass dieser Januar doch nicht nur grau war...

Mittwoch, 29. Januar 2014

Pisa-Schock in Schweden - Teil 2: Schulalltag



Die Schulkrise in Schweden dauert an, erst am Montag kam das Magazin des Lehrerverbandes mit einem schwarzen Umschlag und weißen Blockbuchstaben „Schulkrise“ durch den Briefeinwurf in unsere Wohnung.
Letzte Woche habe ich daher aus aktuellem Anlass angefangen, dieses brisante Thema etwas näher zu beleuchten, zumal das schwedische Schulsystem in Deutschland ja immer als sehr vorbildlich betrachtet wurde. Heute folgt Teil 2 (von 3), in dem ich einen ‚ganz normalen‘ Schultag einer schwedischen vierten Klasse beschreibe. Ich schildere hier nicht den Schultag einer spezifischen Schulkasse an einer bestimmten Schule, sondern ich komme ja an vielen Schulen herum und versuche von daher den Tag so ‚typisch‘ wie möglich zu zeichnen.

Es ist 7:15 Uhr und immer noch dunkel, das Lehrerzimmer ist aber schon hell erleuchtet, die Kaffeemaschine im Dauerbetrieb, ebenso der Kopierer. Die Lehrer verschwinden aber kurz darauf schon wieder in ihre Klassenzimmer, u.a. um den Tagesablauf auf dem linken Rand des Whiteboards aufzuschreiben (in Schweden gibt es keine klassischen Tafeln mehr; die Klassenzimmer sind mit Whiteboard oder Smartboard ausgerüstet). Am Computer wird kontrolliert, ob Krankmeldungen ins Schulnetz eingetragen wurden, Elternmails werden gelesen und anderer digitaler Verwaltungskram wird erledigt. Während dessen kommen auch langsam die Schüler an. In der 4. Klasse ist man schon zu ‚cool‘ um noch ins Freizeitheim, fritids, zu gehen, also hält man sich lieber auf dem Flur auf und erwartet die Klassenkameraden. Die Klassenzimmertür bleibt bis pünktlich zum Unterrichtsbeginn geschlossen, dann öffnet sie die Lehrerin und begrüßt ihre Schüler. Niemand hat eine Schultasche dabei, manche haben nur eine Stofftasche oder einen kleinen Rucksack in die Garderobe gehängt. Danach wird die Türe wieder geschlossen; wer jetzt kommt, muss draußen warten bis die Morgensammlung abgeschlossen ist, etwa 10-15 Minuten. Während der Morgensammlung wird der Tagesplan (am Whiteboard) besprochen, besondere Vorkommnisse, der Speiseplan usw. Oft liest die Lehrerin auch noch ein bisschen aus einem Buch vor. Nun werden die Nachzügler eingelassen und die Schüler holen ihre Arbeitssachen aus den Schränken. In Schweden gibt es keine Bänke mit Fach mehr, die Schüler laufen stattdessen immer wieder zu ihren Schubladen. Es liegen auch keine Federmäppchen auf den Tischen, die Schüler bedienen sich stattdessen aus den Stifteschachteln, die von der Schule (= der Kommune) gestellt werden. Nur Anna-Lisa hat einen eigenen Stift dabei, sie will heute vierfarbig mit Glitzereffekt schreiben…
Auf dem Stundenplan steht Mathe und jeder Schüler öffnet eine andere Seite des Mathebuchs und rechnet dort weiter, wo am Tag zuvor aufgehört wurde. Seite um Seite arbeiten sie sich durch das Buch, manche schnell und andere versuchen, schnell zu sein, auch wenn es ihnen nicht so gelingt. Die Lehrerin geht durch den Raum und gibt Hilfestellung oder berichtigt einen Fehler. Olle ist mit dem ersten Mathebuch durch und erhält von der Lehrerin ein neues Arbeitsbuch. Andere Schüler schauen neidisch zu ihm hinüber, wären sie doch auch schon so weit. Kalle hat hingegen die Uhr fest im Blick und ruft plötzlich: „Ingrid, es ist gleich 9 Uhr!“ Die Lehrerin, die nur mit Du und ihrem Vornamen angesprochen wird, vergleicht die Uhrzeit und erklärt schließlich, dass nun Pause sei. Eindrücklich weist sie darauf hin, dass die Pause bis 9:30 Uhr geht. Die Kinder müssen eigenverantwortlich pünktlich zurückkommen, es gibt keine Klingel und keinen Gong.
Nach der Pause ist Naturkundeunterricht und die Schüler arbeiten zu zweit mit je einem Ipad an einem kleinen Film über die Photosynthese. Manche sind sehr kreativ und in null komma nix fertig, andere kauen immer noch auf dem Bleistift herum und haben noch nicht einmal mit dem ‚Drehbuch‘ begonnen. Einige Paare brauchen auch Hilfe bei dem Programm, mit dem sie den Film schneiden sollen. Der Lärmpegel steigt, viele Schüler gehen nun auf den Flur oder ins Treppenhaus um dort weiterzuarbeiten. Nach eine Stunde sammelt die Lehrerin die Schüler schließlich wieder ein und schaltet den Beamer ein. Ein Ipad nach dem anderen wird nun angesteckt und die 1-2 Minuten langen Filme werden gezeigt. Die Schüler geben sich gegenseitig Feedback.
Während die Lehrerin noch die technische Ausrüstung verstaut, drängen sich die Kinder um den Wasserhahn. Der Filmdreh hat durstig gemacht, jeder möchte seinen Mund unter den laufenden Wasserhahn halten (keine Trinkflaschen oder Becher). Bevor man zum Mittagessen geht ist noch eine halbe Stunde Englisch angesagt. Die Sonderpädagogin steht schon vor der Tür und holt einen Schüler mit besonderem Förderbedarf nach draußen und setzt sich mit ihm an den Tisch im Flur. Im Klassenzimmer laufen die Schüler zu den Schubladen, holen die Englischbücher und Stifte. Nach fünf Minuten kehrt Ruhe ein und die Lehrerin erklärt die Aufgabe des Tages. Nun arbeiten alle mit Lückentexten, manche Schüler machen aber auch gar nichts, streunen im Klassenzimmer umher oder bemalen ihren Tisch. Kurz vor der Mittagspause gibt die Lehrerin die einzige Hausaufgabe der Woche bekannt: Den Text im Englischbuch üben um ihn dann vorlesen zu können.
Erleichtert strömen anschließend alle in den Flur um sich Jacken und Stiefel anzuziehen. Hüpfend und laufend macht sich die Klasse auf den Weg in den Speisesaal, wo das für alle Kinder kostenlose Schulessen schon wartet. Heute gibt es Fischgratin mit Hummersoße und Kartoffeln. „Ich habe schon Besseres gegessen“ mault Tuva und schiebt das Essen auf dem Teller umher. Schließlich holt sie sich Knäckebrot und beschmiert es mit Margarine. Beim Verlassen der Mensa landet das Fischgratin im Müllsack, die Frauen in der Spüle bekommen aber ein herzliches „Danke fürs Essen!“ und ein überzeugendes Lächeln.
Nach der Mittagspause bleibt den Kindern noch eine halbe Stunde zum Toben, bei jedem Wetter im Freien. Um halb eins kommen sie dann mit roten Backen und verschwitzt zurück ins Klassenzimmer. Jeder Schüler holt sich aus der Schublade sein Buch, das er aus der Schulbücherei ausgeliehen hat. 15 Minuten stilles Lesen steht nun auf dem Plan und langsam kehrt Ruhe ein und auch die wuseligsten Schüler bleiben länger auf ihrem Platz sitzen. Anschließend haben die Schüler Schwedisch und die Lehrerin erarbeitet mit den Schülern die Kennzeichen eines Märchens. Man unterscheidet dabei zwischen Volksmärchen und Kunstmärchen. Die Schüler beginnen ein eigenes Märchen zu schreiben. Die letzten 15 Minuten liest die Lehrerin ein Märchen von H.C. Andersen vor. Um 14 Uhr gehen die Schüler nach Hause, auch wenn die Eltern erst später kommen. „Pah, Fritids, das ist ja nur was für Unterstufen-Schüler!“ ruft Melker. Aber ein bisschen neidisch schaut er schon, als der Freizeitpädagoge 5 Thermoskannen mit heißer Schokolade einpackt und mit den anderen zum Eislaufplatz geht.
Die Lehrerin holt sich die 5. Tasse Kaffee des Tages und geht zurück ins Klassenzimmer an ihren Schreibtisch. Wieder Verwaltungsangelegenheiten im Schulnetz, den Unterricht für den nächsten Tag vorbereiten, ein paar Telefonate. In Schweden dürfen die Lehrer nur während der sog. Vertrauenszeit zu Hause arbeiten, etwa 1 Stunde täglich. Alles andere muss am Arbeitsplatz erledigt werden. Um 16:30 Uhr schließt die Lehrerin das Klassenzimmer ab. Draußen ist es schon wieder dunkel. Als sie über den Hof geht, kommen die jüngeren Kinder glücklich vom Schlittschuhlaufen zurück. Eltern eilen hektisch zur Fritids um die Kinder in Empfang zu nehmen.

Nächste Woche kommt dann der 3. Teil: Wo kriselt es konkret?