Montag, 13. Februar 2017
Ein sehr unterhaltsamer Gast...
... besuchte kürzlich unseren Futterbaum im Garten und bot spannende Akrobatik zur besten SendeEssenszeit :-)
Sonntag, 12. Februar 2017
Sonntagsfreude 4/2017: Mein neuer Rucksack
Am Sonntag
einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken... die
ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung
schlicht und einfach eine
Sonntagsfreude sind :)
Es gibt ja verschiedene Lehrertypen, die sich unter anderem durch die Wahl der Tasche unterscheiden: Aktenmappen, Handtaschen, Rucksäcke... Ich gehöre zur Fraktion der RucksacklehrerInnen. Bis jetzt hat ein "Werberucksack" der Uni Stockholm, den mein Mann von seiner ehemaligen Institution bekam, gute Dienste geleistet, aber jetzt begannen sich Nähte zu öffnen und Reißverschlüsse zu schwächeln. Mein Mann wäre aber nicht mein Mann, hätte er mir nicht einen neuen, tollen Rucksack bestellt. Einfach so, als Überraschung. In meinem Lieblingswiesengrün.
Leider muss ich nun aber warten, bis ich den neuen Rucksack einweihen kann, denn wir haben jetzt erstmal eine Woche Ferien, über die ich mich auch sehr, sehr freue. Die brauche ich wirklich!
Und dann wird der grüne Rucksack zu meinem täglichen Begleiter, zumindest bis April - dann wechsle ich zu meiner Fahrradtasche ;-)
Samstag, 11. Februar 2017
Apfelliebe: Apfelkrapfen
Ich war nie der große Faschingsfan, ich ging höchstens mal auf den Schulfasching oder auf den Fasching vom Kirchenchor, aber ich mochte den Fasching sehr als Bestandteil im Jahreskreis. Das Farbenfrohe, das Verrückte, Unbeschwerte, das humoristische Ausschelten der Obrigkeit und das dazugehörige Essen. In den letzten Jahren musste ich in Schweden feststellen, dass mir das sehr fehlt.
Mit eigener Küche und gutem Abzug gab es keinen Aufschub mehr: Schmalzgebackenes musste her :-) Apfelkrapfen gibt es in meiner Familie traditionsgemäß eher zum Kirta im Herbst, wenn es noch Äpfel im Überfluss gibt, aber bei der letztjährigen Apfelernte haben wir noch immer genug jetzt im Februar.
Einen Hefeteig von 500 g Mehl, verfeinert mit 60 g Butter und 60 g Zucker sowie Zitronenschale und zwei Eiern, rechteckig ausrollen, mit Äpfeln und Rosinen belegen und aufrollen. Mit einem scharfen Messer in ca. 2 cm breite Scheiben schneiden und nochmal gehen lassen.
Die Krapfen von beiden Seiten goldgelb in Butterschmalz herausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Am Besten schmecken sie natürlich frisch, aber ich liebe auch schon etwas 'zähe', altbackene Krapfen zum Frühstück in heiße Schokolade getaucht. Mmmh!
Das restliche Schmalz habe ich durch ein Sieb, mit Küchenpapier ausgelegt, abgegossen und dann gleich wieder in den (ebenfalls mit Küchenpapier) ausgetrockneten Topf zurückgegossen, so dass ich es beim nächsten Mal wieder erwärmen und wieder verwenden kann. Dann will ich nämlich 'richtige' Faschingkrapfen backen.
Mit eigener Küche und gutem Abzug gab es keinen Aufschub mehr: Schmalzgebackenes musste her :-) Apfelkrapfen gibt es in meiner Familie traditionsgemäß eher zum Kirta im Herbst, wenn es noch Äpfel im Überfluss gibt, aber bei der letztjährigen Apfelernte haben wir noch immer genug jetzt im Februar.
Einen Hefeteig von 500 g Mehl, verfeinert mit 60 g Butter und 60 g Zucker sowie Zitronenschale und zwei Eiern, rechteckig ausrollen, mit Äpfeln und Rosinen belegen und aufrollen. Mit einem scharfen Messer in ca. 2 cm breite Scheiben schneiden und nochmal gehen lassen.
Die Krapfen von beiden Seiten goldgelb in Butterschmalz herausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Am Besten schmecken sie natürlich frisch, aber ich liebe auch schon etwas 'zähe', altbackene Krapfen zum Frühstück in heiße Schokolade getaucht. Mmmh!
Das restliche Schmalz habe ich durch ein Sieb, mit Küchenpapier ausgelegt, abgegossen und dann gleich wieder in den (ebenfalls mit Küchenpapier) ausgetrockneten Topf zurückgegossen, so dass ich es beim nächsten Mal wieder erwärmen und wieder verwenden kann. Dann will ich nämlich 'richtige' Faschingkrapfen backen.
Freitag, 10. Februar 2017
Frühlingsfrische Vitamine (3): Exotisch angehaucht
Ziemlich genau vor 5 Jahren durfte ich im Februar eine der beeindruckendsten Reisen meines Lebens machen: Hawai'i. Zu dem Zeitpunkt war ich noch an der Uni in den USA und kämpfte mit der Forschung (die Dokumentation des Abschmelzens von Gletschern mit Hilfe von Satellitenbildern - eine knifflige Sache wegen des komplexen Reflektierens von bestimmten Wellenlängen des Lichts usw.) und war so gar nicht glücklich. Aber ich hatte mich für eine wissenschaftliche Konferenz auf Hawai'i beworben und hatte sogar ein Stipendium dafür bekommen. Mein Prof, seine Frau und mein (damals noch nicht) Mann begleiteten mich. Mein Prof und ich besuchten die Konferenz zwei Tage und den Rest verbrachten wir zusammen mit einem weiteren Forscherehepaar mit der Erkundung der Insel.
Es lag sicher mit am Klima und der Sonne, aber auch daran, dass ich für mich selber beschlossen hatte aus der Forschung auszusteigen, ... auf Hawai'i ging es mir richtig gut und ich fühlte mich so wohl. Gerade die üppige Vegetation hatte es mir angetan.
Bin ich zwischen 17 und 27 wirklich viel gereist, so hat sich mein Radius nun deutlich verkleinert: Schweden und Deutschland, und das ist so in Ordnung. Ich habe meine Entscheidung keine Stunde lang bereut. Ich weiß, dass ich das Richtige getan habe. Es braucht gute, engagierte (und überqualifizierte 😉) Lehrkräfte, ich habe kein Bedürfnis, Karriere zu machen und ich mag eher das einfache, ruhige Leben. Nun habe ich eine sichere Anstellung und das Häuschen mit Garten - beides wäre nicht der Fall, wenn ich in der Forschung geblieben wäre. Es war nervenaufreibend genug, bis mein Mann auch eine gute Stellung an einer Uni fand, und man muss das Glück/Schicksal nicht noch mehr herausfordern...
Aber manchmal habe ich Sehnsucht. Nicht nach den USA im Allgemeinen und nicht nach Indiana im Besonderen, aber nach den Plätzen, die ich bereisen durfte. Und im Februar, wenn mir hier immer noch die skandinavischen Eiswinde um die Nase wehen, wenn der Boden so gar nicht tauen will, wenn der Himmel tagelang bleigrau ist, dann denke ich an Hawai'i und habe etwas Fernweh.
Allerdings ist eine Hawai'i-Reise im Moment alles andere als realistisch (wir haben immerhin ein Haus gekauft...) und ich verspüre auch keine große Lust in die USA zu reisen. Umso überraschter und glücklicher war ich, als die Koch- und Backzeitschrift Allt om mat (ich habe ein Abo auf Weihnachten bekommen) im Briefkasten lag und mit Rezepten, inspiriert von der hawaiianischen Küche, schon auf dem Umschlag farbenfroh zum exotisch angehauchten Kochen einlud.
Ich entschied mich für ein leichtes, frisches Abendessen mit Nachspeise: Fish Taccos und selbstgemachtes Sorbet.
Die Zutaten bekam ich alle im Bioladen und bis auf die Avocado sind sie gar nicht mal so exotisch, aber schmeckten hervorragend, in der Kombination: Grüner Salat, Blaukrat, ein paar Avocado-Würfel, Fisch und eine Majonäse, mit Zitronensaft und Sweet-Chili-Soße verfeinert. Der Fisch ist MSC-gefischt vor der Küste Norwegens und wurde von mir eine Stunde in 1 Liter Wasser mit 2 EL Salz eingelegt. Fragt mich nicht warum, aber es stand so im Rezept. Ich glaube, es funktioniert so mit jedem festfleischigen, weißen Meeresfisch. Ich habe die Stücke in Butter von beiden Seiten angebraten. Alles in fertige Weizen-Tortillias eingewickelt und es schmeckte frisch und nach meer...
Zur Nachspeise pürierte ich eine Dose Kokossahne und ein Glas eingelegte Ananas mit 2 EL Honig. Die Masse ließ ich in der Eismaschine cremig gefrieren und stellte sie dann noch mal in den Gefrierschrank bis zum Essen. In der Zeitschrift wird vorgeschlagen, dass man selbst Macadamia-Nüsse als Topping karamellisiert, aber ich hatte etwas besseres: Macadamia-Krokant, das wir damals auf einer Macadamia-Plantage gekauft hatten. Die Dose war, wie ein Schatz gehütet, mehrmals mit uns umgezogen, immer aufgespart, für den besonderen Anlass. Ein tristgrauer Februarabend, fünf Jahre später, im eigenen Häuschen war nun Anlass genug, die Krokantstücke zu zerkleinern und über meine Nachspeise à la Hawai'i zu streuen.
Meine treuen Leserinnen wissen, dass ich oft und viel über unser Essen reflektiere. Ich bin auch der Meinung, dass man mit seinem Konsumverhalten größere Kreisläufe beeinflussen kann (bio, fair-traide - Angebot und Nachfrage...). Kokos, Ananas und Avocado sind weder regional noch saisonal, aber manchmal kaufe ich das als etwas Besonderes ein. Und ich kaufe nur Produkte, die unter akzeptablen Umständen entstanden sind (soweit ich das mit den entsprechenden Zertifizierungen nachvollziehen kann).
In Schweden wäre regional und saisonal sehr, sehr eintönig, zumindest während des Winterhalbjahrs (es wäre wohl vor allem Grütze...) und so wäge ich verschiedene Faktoren gegeneinander ab und treffe meine Entscheidungen. Sie sind nicht immer einfach und wohl an sich viel verwobener und verflochtener, als wir es durchschauen können, aber ich denke, dass schon das Nachdenken darüber wichtig ist.
In diesem Sinne: Aloha!
Es lag sicher mit am Klima und der Sonne, aber auch daran, dass ich für mich selber beschlossen hatte aus der Forschung auszusteigen, ... auf Hawai'i ging es mir richtig gut und ich fühlte mich so wohl. Gerade die üppige Vegetation hatte es mir angetan.
Bin ich zwischen 17 und 27 wirklich viel gereist, so hat sich mein Radius nun deutlich verkleinert: Schweden und Deutschland, und das ist so in Ordnung. Ich habe meine Entscheidung keine Stunde lang bereut. Ich weiß, dass ich das Richtige getan habe. Es braucht gute, engagierte (und überqualifizierte 😉) Lehrkräfte, ich habe kein Bedürfnis, Karriere zu machen und ich mag eher das einfache, ruhige Leben. Nun habe ich eine sichere Anstellung und das Häuschen mit Garten - beides wäre nicht der Fall, wenn ich in der Forschung geblieben wäre. Es war nervenaufreibend genug, bis mein Mann auch eine gute Stellung an einer Uni fand, und man muss das Glück/Schicksal nicht noch mehr herausfordern...
Aber manchmal habe ich Sehnsucht. Nicht nach den USA im Allgemeinen und nicht nach Indiana im Besonderen, aber nach den Plätzen, die ich bereisen durfte. Und im Februar, wenn mir hier immer noch die skandinavischen Eiswinde um die Nase wehen, wenn der Boden so gar nicht tauen will, wenn der Himmel tagelang bleigrau ist, dann denke ich an Hawai'i und habe etwas Fernweh.
Allerdings ist eine Hawai'i-Reise im Moment alles andere als realistisch (wir haben immerhin ein Haus gekauft...) und ich verspüre auch keine große Lust in die USA zu reisen. Umso überraschter und glücklicher war ich, als die Koch- und Backzeitschrift Allt om mat (ich habe ein Abo auf Weihnachten bekommen) im Briefkasten lag und mit Rezepten, inspiriert von der hawaiianischen Küche, schon auf dem Umschlag farbenfroh zum exotisch angehauchten Kochen einlud.
Ich entschied mich für ein leichtes, frisches Abendessen mit Nachspeise: Fish Taccos und selbstgemachtes Sorbet.
Die Zutaten bekam ich alle im Bioladen und bis auf die Avocado sind sie gar nicht mal so exotisch, aber schmeckten hervorragend, in der Kombination: Grüner Salat, Blaukrat, ein paar Avocado-Würfel, Fisch und eine Majonäse, mit Zitronensaft und Sweet-Chili-Soße verfeinert. Der Fisch ist MSC-gefischt vor der Küste Norwegens und wurde von mir eine Stunde in 1 Liter Wasser mit 2 EL Salz eingelegt. Fragt mich nicht warum, aber es stand so im Rezept. Ich glaube, es funktioniert so mit jedem festfleischigen, weißen Meeresfisch. Ich habe die Stücke in Butter von beiden Seiten angebraten. Alles in fertige Weizen-Tortillias eingewickelt und es schmeckte frisch und nach meer...
Zur Nachspeise pürierte ich eine Dose Kokossahne und ein Glas eingelegte Ananas mit 2 EL Honig. Die Masse ließ ich in der Eismaschine cremig gefrieren und stellte sie dann noch mal in den Gefrierschrank bis zum Essen. In der Zeitschrift wird vorgeschlagen, dass man selbst Macadamia-Nüsse als Topping karamellisiert, aber ich hatte etwas besseres: Macadamia-Krokant, das wir damals auf einer Macadamia-Plantage gekauft hatten. Die Dose war, wie ein Schatz gehütet, mehrmals mit uns umgezogen, immer aufgespart, für den besonderen Anlass. Ein tristgrauer Februarabend, fünf Jahre später, im eigenen Häuschen war nun Anlass genug, die Krokantstücke zu zerkleinern und über meine Nachspeise à la Hawai'i zu streuen.
Meine treuen Leserinnen wissen, dass ich oft und viel über unser Essen reflektiere. Ich bin auch der Meinung, dass man mit seinem Konsumverhalten größere Kreisläufe beeinflussen kann (bio, fair-traide - Angebot und Nachfrage...). Kokos, Ananas und Avocado sind weder regional noch saisonal, aber manchmal kaufe ich das als etwas Besonderes ein. Und ich kaufe nur Produkte, die unter akzeptablen Umständen entstanden sind (soweit ich das mit den entsprechenden Zertifizierungen nachvollziehen kann).
In Schweden wäre regional und saisonal sehr, sehr eintönig, zumindest während des Winterhalbjahrs (es wäre wohl vor allem Grütze...) und so wäge ich verschiedene Faktoren gegeneinander ab und treffe meine Entscheidungen. Sie sind nicht immer einfach und wohl an sich viel verwobener und verflochtener, als wir es durchschauen können, aber ich denke, dass schon das Nachdenken darüber wichtig ist.
In diesem Sinne: Aloha!
Mittwoch, 8. Februar 2017
Fernsehfrei im Februar - Woche 1
Letzten Mittwoch war der 1. Februar und ich habe mich entschlossen, bei Gesas Aktion "Fernsehfreier Februar" mitzumachen. Nun ist eine Woche vergangen und ich will hier kurz berichten, wie es mir damit so geht.
Zunächst muss ich vorausschicken, dass wir keinen Fernseher besitzen. Auch haben wir keine Abos für Streamingdienste (Netflix o.ä.), aber wir haben ein Tablet und jeder hat einen Laptop. Die erste Woche habe ich für mich damit verbracht, mein "Fernseh-Verhalten" zu analysieren und darüber nachzudenken. Zum Fernsehen benutze ich nämlich das Tablet und den Inhalt aus drei Mediatheken: ZDF, BR und SVT (Sveriges Television). Wenn ich von der Schule nach Hause komme ist oft mein erster Griff zum Tablet und mit einer Tasse Tee schaue ich etwas aus dem Angebot von ZDF oder BR an. Beide Sender sind nun ja nicht für seichtes Programm bekannt, aber ich wähle schon mal Inhalte aus, die mir vielleicht nichts geben, oder die man nicht unbedingt sehen müsste.
Als ich dieses Verhalten mir bewusst vor Augen hielt, fiel mir eine wichtige Sache auf: Beide Mediatheken zeigen Sendungen auf Deutsch!!! Vielleicht anfangs bewusst, dann immer mehr unbewusst, habe ich mir in meinem schwedischen Alltag in Göteborg deutschsprachige Alltagsfluchten gesucht. Während ich in Stockholm noch als Deutschlehrerin arbeitete und viel Deutsch in der Arbeit sprach, habe ich nun kaum noch Deutsch um mich herum. Mit meinem Mann spreche ich schwedisch, in der Schule spreche ich schwedisch, beim Einkaufen, ich habe keine deutschsprachige Bekannte mehr in der Nähe. Ich schreibe Deutsch auf WhatsApp und telefoniere meistens einmal täglich mit meiner Mama, aber das war es. Vor allem höre und sehe ich so selten Deutsches. Die deutschen Sendungen sehen auch anders aus, es gibt ein anderes Design, einen anderen Geschmack, eine andere Ästhetik.
Nun will ich die restlichen drei Wochen darauf verwenden, mich aktiv mit diesem Bedürfnis nach Zweisprachigkeit auseinander zu setzen: Endlich Anrufe tätigen, die ich schon lange versprochen habe. Mehr deutsches Internetradio und Podcasts hören, deutsche Bücher lesen, mich anstrengen und mit meinem Mann Deutsch sprechen. Außerdem werde ich mir die eine oder andere Sendung erlauben, aber kritisch ausgesucht und hinterfragt. Schließlich ist mir meine Zweisprachigkeit wichtig und so will ich auch am öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Deutschland teilhaben.
Die erste Woche des FernsehFreien Februars habe ich
- angefangen, einen deutschsprachigen Roman zu lesen (Der Trafikant - sehr empfehlenswert)
- die Weihnachtssachen ordentlich in Schachteln verpackt und verräumt
- ein Paar Handschuhe für meinen Mann gestrickt
- neue Strickprojekte angeschlagen
- mir Zeit genommen, um die ZEITung zu lesen und auch mal wieder ausführlich in Zeitschriften zu lesen, z.B. über die Geschichte des Handschuhstrickens im Nordland (überhaupt bin ich im Moment von Handschuhen recht angetan)
- habe ich wieder mehr fotografiert und gebloggt
Danke, liebe Gesa, für deine Impulse!
Und habt ihr, die ihr in Deutschland lebt, vielleicht Fernseh-Tipps für mich? Kritische, anregende, inspirierende, auch unterhaltsame Sendungen, die ich vielleicht gezielt sehen sollte, um weiterhin am Ball zu bleiben, was das deutschsprachige Fernsehen (und die dazugehörigen Diskurse, Diskussione und Dialoge) betrifft?
Zunächst muss ich vorausschicken, dass wir keinen Fernseher besitzen. Auch haben wir keine Abos für Streamingdienste (Netflix o.ä.), aber wir haben ein Tablet und jeder hat einen Laptop. Die erste Woche habe ich für mich damit verbracht, mein "Fernseh-Verhalten" zu analysieren und darüber nachzudenken. Zum Fernsehen benutze ich nämlich das Tablet und den Inhalt aus drei Mediatheken: ZDF, BR und SVT (Sveriges Television). Wenn ich von der Schule nach Hause komme ist oft mein erster Griff zum Tablet und mit einer Tasse Tee schaue ich etwas aus dem Angebot von ZDF oder BR an. Beide Sender sind nun ja nicht für seichtes Programm bekannt, aber ich wähle schon mal Inhalte aus, die mir vielleicht nichts geben, oder die man nicht unbedingt sehen müsste.
Als ich dieses Verhalten mir bewusst vor Augen hielt, fiel mir eine wichtige Sache auf: Beide Mediatheken zeigen Sendungen auf Deutsch!!! Vielleicht anfangs bewusst, dann immer mehr unbewusst, habe ich mir in meinem schwedischen Alltag in Göteborg deutschsprachige Alltagsfluchten gesucht. Während ich in Stockholm noch als Deutschlehrerin arbeitete und viel Deutsch in der Arbeit sprach, habe ich nun kaum noch Deutsch um mich herum. Mit meinem Mann spreche ich schwedisch, in der Schule spreche ich schwedisch, beim Einkaufen, ich habe keine deutschsprachige Bekannte mehr in der Nähe. Ich schreibe Deutsch auf WhatsApp und telefoniere meistens einmal täglich mit meiner Mama, aber das war es. Vor allem höre und sehe ich so selten Deutsches. Die deutschen Sendungen sehen auch anders aus, es gibt ein anderes Design, einen anderen Geschmack, eine andere Ästhetik.
Nun will ich die restlichen drei Wochen darauf verwenden, mich aktiv mit diesem Bedürfnis nach Zweisprachigkeit auseinander zu setzen: Endlich Anrufe tätigen, die ich schon lange versprochen habe. Mehr deutsches Internetradio und Podcasts hören, deutsche Bücher lesen, mich anstrengen und mit meinem Mann Deutsch sprechen. Außerdem werde ich mir die eine oder andere Sendung erlauben, aber kritisch ausgesucht und hinterfragt. Schließlich ist mir meine Zweisprachigkeit wichtig und so will ich auch am öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Deutschland teilhaben.
Die erste Woche des FernsehFreien Februars habe ich
- angefangen, einen deutschsprachigen Roman zu lesen (Der Trafikant - sehr empfehlenswert)
- die Weihnachtssachen ordentlich in Schachteln verpackt und verräumt
- ein Paar Handschuhe für meinen Mann gestrickt
- neue Strickprojekte angeschlagen
- mir Zeit genommen, um die ZEITung zu lesen und auch mal wieder ausführlich in Zeitschriften zu lesen, z.B. über die Geschichte des Handschuhstrickens im Nordland (überhaupt bin ich im Moment von Handschuhen recht angetan)
- habe ich wieder mehr fotografiert und gebloggt
Danke, liebe Gesa, für deine Impulse!
Und habt ihr, die ihr in Deutschland lebt, vielleicht Fernseh-Tipps für mich? Kritische, anregende, inspirierende, auch unterhaltsame Sendungen, die ich vielleicht gezielt sehen sollte, um weiterhin am Ball zu bleiben, was das deutschsprachige Fernsehen (und die dazugehörigen Diskurse, Diskussione und Dialoge) betrifft?
Dienstag, 7. Februar 2017
Apfelliebe: Apfelpfannenkuchen
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
Das muss ich mir gerade beim Essen immer wieder vor Augen halten. Es macht mir große Freude, immer wieder neue Rezepte auszuprobieren, Kochbücher durchzublättern und auch im Internet zu suchen. Dabei geht es weniger um exotische Zutaten als um neue Rezepte. Allerdings kann ich mich auch leicht damit selbst unter Druck setzen. Für 2017 will ich dem Bewährten einen wohlverdienten Platz auf dem Speiseplan einräumen.
Allerdings vergesse ich auch oft, was gut ist und sich bewährt hat. Dann sitze ich abends, totmüde und leer im Kopf, vor einem leeren Einkaufszettel und vor einem leeren Speiseplan - und nichts fällt mir ein. Nun überlege ich, irgendwie eine Liste mit Gerichten, die uns schmecken, aufzuschreiben. Allerdings bin ich unschlüssig, wie ich das anfangen soll: In ein Büchlein? Auf losen Blättern? Alphabetisch? Thematisch?
Wie macht ihr denn das so? Hat jemand gute Tipps?
Für die Apfelpfannenkuchen einfach einen etwas dickeren Pfannenkuchenteig machen und dann zwei Äpfel grob hineinreiben. Von beiden Seiten goldgelb backen und dann mit Zimtzucker genießen.
Mit einer Gemüsesuppe davor ist das ein gutes, preiswertes Essen.
Das muss ich mir gerade beim Essen immer wieder vor Augen halten. Es macht mir große Freude, immer wieder neue Rezepte auszuprobieren, Kochbücher durchzublättern und auch im Internet zu suchen. Dabei geht es weniger um exotische Zutaten als um neue Rezepte. Allerdings kann ich mich auch leicht damit selbst unter Druck setzen. Für 2017 will ich dem Bewährten einen wohlverdienten Platz auf dem Speiseplan einräumen.
Allerdings vergesse ich auch oft, was gut ist und sich bewährt hat. Dann sitze ich abends, totmüde und leer im Kopf, vor einem leeren Einkaufszettel und vor einem leeren Speiseplan - und nichts fällt mir ein. Nun überlege ich, irgendwie eine Liste mit Gerichten, die uns schmecken, aufzuschreiben. Allerdings bin ich unschlüssig, wie ich das anfangen soll: In ein Büchlein? Auf losen Blättern? Alphabetisch? Thematisch?
Wie macht ihr denn das so? Hat jemand gute Tipps?
Für die Apfelpfannenkuchen einfach einen etwas dickeren Pfannenkuchenteig machen und dann zwei Äpfel grob hineinreiben. Von beiden Seiten goldgelb backen und dann mit Zimtzucker genießen.
Mit einer Gemüsesuppe davor ist das ein gutes, preiswertes Essen.
Montag, 6. Februar 2017
Gestrickt und gefilzt: Handschuhe für den Mann
Das Stricken geht mir im Moment schnell und leicht von der Hand. Es tut mir gut und man kann es leichter zur Hand nehmen und wieder weglegen als Nähprojekte, bei denen man manchmal einfach länger dran bleiben muss, um in einen Arbeitsfluss zu kommen. Meine Strickprojekte sind überall im Haus verteilt und so stricke ich hier mal eine Reihe, da mal eine Reihe. Vorm Schlafen, zum Frühstück, während die Spülmaschine läuft, beim Anheizen des Holzofens.
So waren die Handschuhe für meinen Mann ratzfatz fertig, aber sie waren mir noch etwas zu fad und unpersönlich. Da ich im Moment auch grad so im "Wikinger-Fieber" bin, wollte ich sie noch mit einem alten Muster aus Gotland besticken: Raben (vielleicht die beiden Raben Odins?!)
Ungefilzt waren die Handschuhe wirklich riiiesig und ich hatte schon Zweifel, ob sie so eingehen, dass sie passen werden...
Ein Bad in der Spüle mit viel warmem Wasser und Schmierseife später...
... hatten sie wirklich die perfekte Größe bekommen.
Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Sie sind wunderbar weich und warm, haben eine robuste Textur und mir gefällt auch die 'haarige' Oberfläche sehr gut. Nun kann sie mein Mann gleich einweihen, wenn er dieser Tage auf Exkursion in Südschweden ist.
Ich habe mit Resten von Drops Alpaca von diesen Handschuhen gestrickt. Einen Link zur Anleitung habe ich hier eingefügt. Allerdings strickte ich die Handschuhe in Runden, nicht flach.
So waren die Handschuhe für meinen Mann ratzfatz fertig, aber sie waren mir noch etwas zu fad und unpersönlich. Da ich im Moment auch grad so im "Wikinger-Fieber" bin, wollte ich sie noch mit einem alten Muster aus Gotland besticken: Raben (vielleicht die beiden Raben Odins?!)
Ungefilzt waren die Handschuhe wirklich riiiesig und ich hatte schon Zweifel, ob sie so eingehen, dass sie passen werden...
Ein Bad in der Spüle mit viel warmem Wasser und Schmierseife später...
... hatten sie wirklich die perfekte Größe bekommen.
Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Sie sind wunderbar weich und warm, haben eine robuste Textur und mir gefällt auch die 'haarige' Oberfläche sehr gut. Nun kann sie mein Mann gleich einweihen, wenn er dieser Tage auf Exkursion in Südschweden ist.
Ich habe mit Resten von Drops Alpaca von diesen Handschuhen gestrickt. Einen Link zur Anleitung habe ich hier eingefügt. Allerdings strickte ich die Handschuhe in Runden, nicht flach.
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