Freitag, 22. August 2014

Ein Fest, das wir nicht feiern

Wie vielleicht auch aus den Bullerbü-Büchern bekannt, wird in Schweden im August das große Krebseessen gefeiert. Allerdings nicht bei uns, denn inzwischen gibt es nur noch einen verschwindend kleinen Anteil der Bevölkerung, die selbst Krebse fangen und/oder sich die wenigen schwedischen Leisten können. Der dramatische Rückgang der Krebse hängt mit der Umweltverschmutzung und Überfischung zusammen.
Der erfindungsreiche Schwede kauft dann im Supermarkt stattdessen "Große wildgefangene Krebse aus China (+ frisch eingefroren)" und stattet sich mit Pappbechern, Papptellern und Hütchen (!) sowie allem anderen aus, was zu dieser oft schnapslastigen Sause dazugehört.
Und das sehe ich nun wirklich nicht ein, dass ich chinesische Krebse kaufen soll, um ein Fest nachzuahmen, das ich noch nie gefeiert habe und auch in der Familie meines Mannes nicht gefeiert wird (der See ist nämlich auch ziemlich leergefischt).
Sehr 'süß' fand ich allerdings die Idee einer Bäckerei auf Södermalm, die neben Dill-Brot in Krebsform auch Marzipankrebse - garantiert aus Schweden - anbietet ;)

1 Kommentar:

  1. Von diesem Krebsessen habe ich auch gelesen, als wir in Schweden waren und lese nun Deinen Bericht dazu. Ich hatte mehr so kleine Krabben im Sinn, als diese grossen Dinger, die ich übrigens gar nicht so mag. Aber diese tolle Brot-Krebs finde ich ebenfalls eine ganz tolle Idee!
    Euch einen schönen Sonntag!
    Liebs Grüessli, Rita

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